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Versuch: 5. Klasse mit iPhones ausrüsten

Gestern Abend berichtete die Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens über das Projekt, eine 5. Primarklasse (sprich jede/r SchülerIn) mit iPhones auszurüsten. Die Kinder sollen laut Projektleiter Beat Döbeli das iPhone als Werkzeug wie Papier oder Buch benutzen. Im Vordergrund steht dabei vor allem das selbstständige Lernen der Kinder, die so in Ihrem Arbeitstempo z.B. Franz-Übungen machen können. Den Kindern sei es so überall möglich Französisch zu lernen (z.B. auf dem Schulweg oder zu Hause). Die Kinder können „ihr“ iPhone auch in der Freizeit benutzen und müssen weder für Telefonie noch für das mobile Internet etwas bezahlen.

Dass mit diesem Versuch nicht alle zufrieden sind, versteht sich von selbst. Eine Schuldenberaterin sieht (zu Recht) im späteren Leben Schulden auf diese Kids zukommen, da sie sich dann in ihrem Konsum nicht beschränkten. Andererseits moniert eine Vertreterin von „elternet“, dass jugendgefährdende Inhalte nicht gesperrt sind(!)

Nun, dass elektronische Medien Einzug in den Schulunterricht halten ist in der heutigen Zeit verständlich. Dass man die Kinder aber gleich mit einem iPhone 3G ausstatten muss, erscheint mir ebenso fraglich, wie dass sie das Gerät auch in ihrer Freizeit frei verwenden können. Solche 11-jährigen Kinder erlernen die Vorteile der elektronischen Medien allen voran des Internets noch schnell genug , als dass sie nun schon in diesem Alter ein iPhone erhalten, mit dem sie es exzensiv nutzen können und v.a. sollen(!). Ich kann der Schuldenberaterin in diesem Fall nur beipflichten, wenn die Kinder ohne irgendeine Limitierung das Gerät verwenden können. Aber da bezahlt wieder einmal der Steuerzahler…

Mein zweiter Punkt dabei ist, dass das iPhone (im Gegensatz zu iPods) für mich auch ein gewisses Statusobjekt ist, dass man sich entweder wünscht oder selber kauft und sich dann auch entsprechend darauf freut und sich darüber informiert  Den Kindern hier wird das Gerät ja förmlich nachgeschossen..

iPhoneBlog

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