Interview mit den MoneyBook-Entwickler

Wir haben die Chance bekommen ein kleines Interview mit den beiden Schweizer Entwickler von MoneyBook zu machen. Die beiden vertreiben ihre Applikation über ihre „Firma“ noidentity.

Wer nochmals das Review von uns lesen möchte kann dies hier tun.

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Was ist eigentlich noidentity(GmBH/AG oder eifach ein „Label“) und wie ist es entstanden?

Also noidentity ist wirklich nur eine Art „Label“. Wir hatten ohne zu übertreiben monatelang überlegt unter welchem Namen wir unsere Sachen veröffentlichen könnten und als wir merkten dass wir einfach keinen
Namen finden und daher etwas identitätslos waren, kam mein Kollege Mischa auf die Idee mit „noidentity“.

Seit ihr voll bei noidentity angestellt und entwickelt nur iPhone Apps oder ist dies eher ein Nebenjob?

Wir haben beide 100% jobs (auch in der Softwareentwicklung), die Arbeit an MoneyBook machen wir in unserer Freizeit. Aber es macht uns extrem Spass, darum kann man das kaum „Arbeit“ nennen. Es ist einfach grossartig wenn man etwas entwerfen kann, was danach Leute auf der
ganzen Welt benutzen. Manche davon vielleicht sogar täglich. Das ist ein tolles Gefühl.

Wie seit ihr darauf gekommen iPhone Applikationen zu entwickeln? Und wie lange seit ihr schon dran?

Also wir waren beide schon immer von den verschiedensten Apple Produkten begeistert und benutzten auch Macs zu Hause. Als dann das iPhone vorgestellt wurde, waren wir natürlich begeistert. Es hat wirklich alles auf den Kopf gestellt was man bisher kannte. Wie wir ja alle wissen erschien das erste iPhone ja nicht „offiziell“ in der Schweiz, aber als kurz danach der iPod touch erschien, haben wir uns beide sofort einen bestellt. Mit der Einführung des Entwicklungskit (SDK) war es für uns eigentlich sofort klar, dass wir mal damit rumspielen wollten. Etwa im Sommer 2008 haben wir damit angefangen und ein paar mehr oder weniger benutzbare Apps gemacht. Wir hatten wie erwähnt beruflich schon Erfahrung mit Softwareentwicklung aber die iPhone Entwicklungsumgebung war uns am Anfang noch völlig fremd und so
lernten wir halt von Tag zu Tag dazu.

Wie ist euch die Idee zu Moneybook gekommen?

So etwa mitte 2009 fühlten wir uns dann eigentlich so weit, dass wir ein grosses und professionelles iPhone Projekt starten könnten. Wir waren uns einig, dass wir einfach eine einzige App machen wollten um uns voll darauf konzentrieren zu können und so einfach auch das für uns bestmögliche erreichen können. MoneyBook entstand dann aus persönlichem Interesse. Wir hatten dutzende Finanz-Apps ausprobiert. Denn ein iPhone hat man beinahe immer dabei und so kann man gleich unterwegs die Ausgaben erfassen und sein Budget beobachten. Die Idee hatten ja viele andere Apps auch schon, jedoch fanden wir einfach keine einzige die uns zufrieden stellte. Entweder waren sie viel zu kompliziert und unbenutzbar oder
einfach mit zu wenig Liebe gemacht. Deshalb dachten wir, dass so eine Budget-App genau das richtige für unser iPhone Projekt wäre.

Teilt ihr euch die arbeiten auf oder habt ihr etwa die gleichen Skills?

Mischa und ich sind eigentlich ziemlich ähnlich. Wir lieben beide schöne Userinterfaces. Wir haben also eigentlich keine klare Aufgabentrennung. Es vermischt sich ziemlich. Aber wir ergänzen uns
auch in vielen Bereichen. Wenn ich z.B. lange an einem Screen gearbeitet habe und schon langsam den Durchblick verliere, hilft es enorm wenn Mischa mal drüber schaut und mir Feedback gibt und natürlich auch umgekehrt.

Habt ihr viel Feedback bekommen auf euere App bekommen?

Wir bekommen schon täglich ein paar EMails mit Feedback, aber es hält sich doch noch im Rahmen. Wir beantworten eigentlich alle Mails oder replys auf twitter, ich finde das gehört einfach dazu. Wir erfahren dadurch was sich die Benutzer wünschen und wie sie mit unserer App umgehen.

Wie wir auf eurem Blog lesen konnten wird die nächste grosse Sache die Eingabe von Einnahmen sein. Habt schon weitere tolle Features geplant?

Also neben der Möglichkeit zur Erfassung von Einnahmen, wird das nächste Update auch überarbeitete Statistiken enthalten. Das hat sich angeboten, da man ja auch seine Einnahmen in den Statistiken sehen will und so haben wir diese komplett neu gemacht. Danach wollen wir zunächst keine grossen Features einbringen, sondern die kleinen Dinge die noch fehlen komplettieren. Zum Beispiel ein paar
Einstellungsmöglichkeiten für die Wiederholenden Ausgaben oder die Möglichkeit das Budget-Startdatum zu setzen etc. Abgesehn davon haben wir schon noch ein paar grössere und spektakulärere Pläne, aber die wollen wir doch noch für uns behalten 🙂

Ihr hattet ja ein wenig in Mühe in der USA Fuss zu fassen, nun scheint es aber besser für euch zu laufen(laut Twitter). Könnt ihr euch vorstellen an was das liegen könnte?

Die USA waren in der Tat ein schwieriger Markt und sind es auch jetzt noch. Es braucht einfach viel mehr Downloads um dort in irgendwelche Ranglisten zu kommen. Das ist vermutlich der Hauptgrund. Der Markt ist dort einfach riesig.

Was war eure Marketingstrategie? Habt ihr vorallem auf die Socialmarketing Kampagne gesetzt?

Wir haben auf verschiedenste Strategien gesetzt. Also klar ist, dass man heute einfach in Twitter und vielleicht auch Facebook vertreten sein muss. Ohne geht es garnicht mehr. Weiter haben wir vielen iPhone Websites geschrieben ob sie interesse an einem Review hätten oder an einem Promocode-Wettbewerb und ähnliches. Das Problem ist aber, dass es hunderte iPhone-App-Review Seiten gibt und nur eine knappe handvoll davon wirklich Besucher hat. Und die richtig bekannten Seiten in den USA kriegen pro Tag vermutlich hunderte solcher Anfragen und da wird es sehr schwer. Wir haben aber einfach nie aufgegeben und waren von Anfang überzeugt, dass ein gutes Produkt irgendwann einfach Erfolg haben wird. Wir sind wirklich überzeugt, dass wenn man alles hinein steckt, mit Liebe zum Detail arbeitet und regelmässig Updates macht, dann wird man früher oder später auffallen. Das ist auch der Grund, dass wir uns nur auf eine App konzentrieren. Wir sind überzeugt, dass ein Zwei-Mann-Team nur so diese Qualität erreichen kann. Es geht nicht darum möglichst viele Apps in den Store zu werfen, sondern eine einzige, die sich hervor hebt.

Danke viel mal für die Chance für das Interview. Übrigens wart Ihr auch die erste und glaub auch einzige Schweizer Seite die sich anfangs für uns interessiert hat und ein Review veröffentlicht hat. Merci auch dafür 🙂

Das haben wir doch gern gemacht. Wir unterstützen sehr gerne Schweizer Entwickler und bieten auch gerne unser Blog als Plattform an. Viel Glück weiterhin!

  • Interessantes Interview und ich wünsche den Entwicklern von noidentity viel Erfolg. Was ich bei Moneybook wirklich vermisse ist das anlegen von eigenen Kategorien… Die vorhandenen reichen einfach vorne und hinten nicht.

    Ausserdem würde mich folgendes interessieren: Was ist schlecht an der App „Budget“..? Meiner Meinung nach die beste Budget App (kann einiges mehr und wird auch fleissig aktualisiert), auch wenn grafisch nicht ganz so schön wie Moneybook.

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