Kassensturz: Programme Spionieren User aus

Kassensturz: Programme Spionieren User aus

Fakten zum Bericht des Kassensturz gestern auf SF1, wir haben berichtet. Es ist nichts neues, dass zahlreiche Apps die Gerätenummer oder gar noch mehr Informationen an Werbedienste weitergeben.

Über die Hälfte der Applikationen, die auf einem Iphone erhältlich sind, leiten die interne Gerätenummer weiter, ohne die Benutzer zu informieren oder die Zustimmung einzuholen.

Jedes Gerät hat eine eindeutige Nummer mit der es identifiziert werden kann. Das kann Sicherheitstechnisch problematisch werden. Google könnte die Hände im Spiel haben. Wer in Apps auf Werbung trifft vermutet nichts schlimmes. Was im Hintergrund läuft sieht man nicht. Fakt ist: Apps senden die Gerätenummer an Admob, eine Firma von Google, diese blendet dann Anzeigen auf dem iPhone ein. Google könnte so die Gerätenummer und den Google Account verknüpfen und so eindeutige Profile erstellen.

Google widerspricht und betont, Admob erhalte die Gerätenummern verschlüsselt und lege keine Profile von Geräten und Nutzern an…

Die App Viber geht noch einen Schritt weiter. Es wird versprochen kostenlose Telefonate zu führen, dafür muss die App Zugriff auf die im iPhone gespeicherte Kontakte haben. Viber durchstöbert die Kontaktdatenbank nach anderen möglichen Viber-Nutzern und sendet die Daten an den eigenen Server.

Gowalla, auch eine App aus dem AppStore, verhält sich noch dreister. Anfangs beim starten wird der Nutzer gefragt, ob die App die aktuellen GPS Daten verwenden darf. Problematisch; zuvor hat die Applikation im Hintergrund ungefragt bereits alle Kontakte aus dem iPhone kopiert und an den eigenen Server gesendet.

Anbieter von Apps können die gesammelten Nutzerdaten auch verkaufen. Dies sei eine Möglichkeit, um Geld zu verdienen.

sagt IT-Experte Guido Berger, Leiter der Fachredaktion Digital von SRF.

Seedtest für iOS, Android und Symbian Geräte
Kassensturz hat mit der IT Firma cnlab eine App (AppStore-Link) entwickelt, welche es ermöglicht die tatsächliche Datenübertragungsgeschwindigkeit zu messen. Jeder kann beim Test mitmachen. Die Ergebnisse werden an cnlab gesendet (ohne Geräte-ID) und ausgewertet. Die Messung gibt Einblicke über die Geschwindigkeit im innern von Gebäuden, im Freien, im ÖV, am Tag, in der Nacht, in der Stadt, auf dem Land und ganz interessant die bestimmt eindeutigen Unterschieden von Swisscom, Sunrise und Orange. Die Auswertung folgt im Juni auf SF1 im Kassensturz. Wie die App funktioniert gibt es im Video ganz unten zu sehen.

Der Experten-Chat
Gestern während der Sendung lief der Experten-Chat. Eigene Fragen konnten an Informatik-Ingenieur Thomas Heinis und IT-Experte Guido Berger gestellt werden. Das Chat-Protokoll kann hier eingesehen werden.

Die Sendung vom 01.03.2011

Programme spionieren User aus

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Kassensturz Speedtest-App

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