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Der grosse Apfel gegen die Schweizer

Schweizer werden von Apple verklagt und Schweizer klagen gegen Apple. Gerade aktuell, der Fall der SBB Bahnhofsuhr welche von Apple auf dem iPad und in Siri verwendet wurde. Wir haben berichtet.

Nun sind zwei weitere Fälle von einer Klagen gegen Apple, bzw. Schweizer Unternehmen bekannt geworden.

Des einen ist dies die unrechtmässige Nutzung eines Bildes der Schweizer Fotografin Sabine Liewald. Apple hat bei der Beauty-Fotografin eine Nahaufnahme eines geschminkten Auges für Layoutzwecke bestellt. Dieses Foto wurde von Apple aber auch zu Marketingzwecken für das neue MacBook Pro Retina verwendend. „Mit der Klage beim New Yorker Bezirksgerichts fordert Liewald Schadenersatz für jede Verletzung der vereinbarten Lizenzierung sowie damit verbundene Gewinne und Anwaltskosten.“ Schreibt die Luzerner Zeitung.

Die SBB hat für die Verwendung der Bahnhofsuhr von Apple rund 20 Millionen US-Dollar erhalten. Laut Liewalds Rechtsanwalt hat die Fotografin gute Chancen auf den Gewinn der Klage.

Doch nicht genug. Der Alpnacher Dorfladen Treffpunkt hat bloss einen Apfel als Logo, weil dort auch Äpfel gekauft werden können. Äpfel keine Apple Geräte! Apple sah dies nicht gerne und schaltete den Anwalt ein:

René Erne, Genossenschafts-Präsident und Besitzer des Treffpunkt in Alpnach Dorf, wurde nun fünf Jahre nach der Gründung der Genossenschaft vom Institut für Eigentum im Auftrag von Apple kontaktiert. Im Namen von Apple macht der Anwalt einer renommierten Zürcher Kanzlei deutlich, dass das Apple-Logo geschützt ist und nicht als Firmen-Logo verwendet werden darf.

Der Detaillistenverbund Treffpunkt, ist ein Zusammenschluss unabhängiger Dorfläden mit durchschnittlich je 100 Quadratmeter Verkaufsfläche. Im Signet ist ein grüner Einkaufswagen mit einem roten Apfel zu sehen.

Im März 2012 hatte sich die Sache geklärt. Apple und Erne haben die Angelegenheit Aussergerichtlich geklärt. Der grösste Teil der angefallenen Kosten hat Apple übernommen. „Erne musste jedoch bestätigen, dass die Genossenschaft es unterlässt, jemals eine Computerfirma zu gründen und beim Bildelement Apfel auf die grafische Aussparung (den Biss, wie er Apple verwendet) zurückzugreifen.“ Berichtet der Tagesanzeiger. „Das hatten wir auch nie vor“, sage Erne. Treffpunkt verkaufe Äpfel, Birnen und weitere Früchte und Obst. Keinesfalls Computer.

Diese zwei Fälle sind nicht die ersten deren Art. Apple ging schon immer gezielt gegen Firmen vor, welche einen Apfel im Logo tragen. Eben genau um auszuschliessen, dass diese nicht mit Apple verwechselt werden können.

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