Apple gibt Auskunft zu Datenschutz und Privatsphäre

Apple gibt Auskunft zu Datenschutz und Privatsphäre

Die Schweizer Apple Webseite wurde um Informationen zu Datenschutz und Privatsphäre erweitert. Apple legt grossen Wert auf Sicherheit, Datenschutz und Transparenz. Die Ausführungen zu Datenschutz und Privatsphäre solltet ihr euch in Ruhe durchlesen.
Wir stellen euch hier eine Zusammenfassung der ausgeschalteten Seite mit Bezug auf iPhone, iPad, iPod touch und iOS zur Verfügung.

imessagefacetime-iconIntegrierter Datenschutz
Apple entwickelt Geräte von Anfang an mit Blick auf den Datenschutz. Das bedeutet, dass Apple keinen Einblick in deine iMessage und FaceTime Nachrichten/Anrufe hat. Auf dem Gerät mit iOS 8 sind iMessage Nachrichten mit deinem Code verschlüsselt. Selbst im Auftrag einer Behörde kann Apple die Nachrichten nicht abfangen. FaceTime Anrufe werden auf keinem Server gespeichert. iMessage und SMS-Nachrichten werden in iCloud Backup gesichert, dies kannst du aber jederzeit deaktivieren.

icloud-iconAlle Inhalte in iCloud werden verschlüsselt übertragen und meistens auch verschlüsselt gespeichert. Folgende Daten sind verschlüsselt gespeichert. Fotos, Dokumente in der Cloud, Kalender, Kontakte, iCloud Schlüsselbund, Backup, Lesezeichen, Erinnerungen, Mein iPhone suchen, Freunde suchen, Mail und Notizen (bei der Übertragung verschlüsselt)

safari-iconSafari kann Cookies blockieren, das Tracking unterbinden, hat eine Betrugswarnung und nutzt Sandboxing, damit schädlicher Code auf einen Tab beschränkt bleibt und nicht auf deine anderen Daten zugreifen kann.
Nutze den Privaten Surfmodus um keine Spuren zu hinterlassen.

maps-iconSelbst wenn Apple wollte, könnte das Unternehmen keine Bewegungsprofile von deinem iPhone erstellen. Die Karten-App erkennt dich nur über eine individuelle nichtsaussagende ID. Diese wird bei der Benutzung der App regelmässig zurückgesetzt. Routendaten sind in Segmente aufgeteilt, so kann weder Apple noch jemand anderes ein Bewegungsprofil erstellen.

siri-iconSiri und die Diktierfunktion lernt dich und deine Aussprache kennen. Dazu sendet das Gerät deinen Namen, Kontakte und Songs verschlüsselt an Server von Apple. Diese Daten sind aber nicht mit deiner Apple ID, sondern über eine zufällige Kennung mit deinem Gerät verknüpft. Wenn du Siri und die Diktierfunktion deaktivierst und wieder aktivierst werden diese Daten gelöscht. Siri muss dich neu kennenlernen.

apps-iconApps im AppStore sind durch Apple überprüft worden. Die App muss auf jedem Gerät um Erlaubnis fragen um Zugriff auf z.B. deinen Standort oder deine Fotos zu erhalten. Diese Rechte kannst du jederzeit in den Einstellungen anpassen.
Vollen Zugriff auf deine Daten erhält keine App.

health-iconHealth kommt mit iOS 8 auf dein Gerät. Welche Daten in Health mit welchen Apps geteilt werden kannst du festlegen. Apps, die mit Health zusammenarbeiten, dürfen nach Apples Richtlinien für Entwickler die Daten aus Health nicht an Werbeplattformen oder Datenhändler geben.
Daten in der Health-App werden verschlüsselt, geschützt durch deinen Code und bleiben immer auf deinem Gerät, sofern du sie nicht woanders sicherst oder den Apps anderer Anbieter Zugriff darauf erlaubst. Sicherst du die Daten der Health App mit iCloud, werden sie bei der Übertragung und auf Apple Servern verschlüsselt.

homekit-iconHomeKit, ebenfalls neu von Apple eingeführt, ermöglicht das Steuern von Geräten in deiner Wohnung. Apple erfährt nicht, welche Geräte du wann und wie steuerst, ausser du bittest Siri, sie zu steuern. Und selbst dann werden deine HomeKit Geräte nur mit deiner anonymen Siri ID verknüpft und nicht mit dir persönlich.
Daten zu deiner Wohnung werden verschlüsselt im Schlüsselbund auf deinem Gerät gespeichert und auch bei der Übertragung von deinem Apple Gerät an die gesteuerten Geräte noch mal verschlüsselt.

spotlight-iconSpotlight sucht nicht nur auf dem Gerät, sondern zeigt dir auch Vorschläge von Wikipedia, aus dem iTunes Store oder der „Karten“ App an. Die Privatsphäre wird durch die Verwendung einer anonymen ID geschützt. Diese ändert sich alle 15 Minuten. Du kannst die Vorschläge jederzeit deaktivieren und Spotlight weiterhin nur für die lokale Suche auf deinem Gerät verwenden. Du kannst auch die Verwendung von Ortungsdiensten durch Spotlight deaktivieren. Nach dem Deaktivieren verwendet Spotlight weiterhin deine IP-Adresse, um dir mit deinem ungefähren Standort genauere Suchergebnisse anzeigen zu können.

wlan-iconWenn du draussen unterwegs bist und dein Telefon dabei hast, können WLAN Hotspots deine Bewegungen und dein Verhalten über deine MAC Adresse nachverfolgen. Eine MAC Adresse ist eine Zeichenkette, die dein Gerät in einem Netzwerk eindeutig identifiziert. Mit iOS 8 haben wir eine neuartige Funktion eingeführt, die deine Privatsphäre schützt, indem die MAC Adresse deines Geräts zufällig geändert wird, wenn nach WLAN Netzwerken gesucht wird. Da sich deine MAC Adresse jetzt ändert, wenn du nicht mit einem Netzwerk verbunden bist, kannst du nicht mehr dauerhaft beobachtet werden.

Schütze deine Geräte
security-touchid-lockupApple gibt Tipps um deine Geräte und Daten zu sichern, um Phishing-Betrügereien zu vermeiden und deinen Account zuverlässig zu schützen. Dies solltest du beachten:

  • Leg für dein Gerät einen Code fest. Je komplexer, desto besser.
  • Aktiviere Touch ID.
  • Verwende „Mein iPhone/ Mein iPad/Meinen Mac suchen“.
  • Wähle ein sicheres und einzigartiges Passwort für deine Apple ID.
  • Wähle schwer zu erratende Antworten auf deine Sicherheitsfragen.
  • Aktiviere die zweistufige Verifizierung.
  • Schütze dich vor Phishing‑Betrug.
  • Ändere dein Apple-ID Passwort regelmässig.
  • Beachte die Mitteilungen zu deiner Apple ID. („Apple-ID wurde verwendet um…“)
  • Konfiguriere deine iCloud Einstellungen.
  • Verwalte deine Ortsdaten.
  • Entscheide, welche Daten mit Apps geteilt werden.
  • Schränke Werbung ein, die auf deinen Interessen basiert.
  • Surfe im Internet, ohne Spuren zu hinterlassen.
  • Schütze auch die Privatsphäre deiner Kinder.
  • Bestimme selbst, ob du Diagnosedaten bereitstellen willst.

Alle Erläuterungen zum Datenschutz auf deinen Geräten findest du hier.

Apple nimmt Stellung zu Behördenanfragen

Behördenanfragen bleiben nicht aus, wenn ein Unternehmen im digitalen Informationszeitalter tätig ist. Uns ist es dabei wichtig, im Rahmen des Gesetzes so transparent wie möglich über die angefragten Informationen zu sein. Ausserdem hat Apple mit keiner Regierungsbehörde aus irgendeinem Land zusammengearbeitet, um eine sogenannte Hintertür in eines unserer Produkte oder in einen unserer Dienste einzubauen. Wir haben auch noch nie einer Regierungsbehörde Zugriff auf unsere Server gewährt. Und wir werden das niemals tun.

Apple sagt auf dieser Seite welche die meisten Anfragen von Behörden sind und wie Apple dabei vorgeht. Anfragen zu Inhalten benötigen einen Durchsuchungsbeschluss. Ist Apple rechtlich zur Weitergabe von Informationen verpflichtet, wird der Kunde benachrichtigt. Es werden nur so wenig Informationen wie nötig weitergegeben. Anfragen bezüglich der nationalen Sicherheit gelten nicht als Geräte- oder Accountanfragen und werden unter einer anderen Kategorie aufgeführt.

Auf Geräten mit iOS 8 sind persönliche Daten wie Fotos, Nachrichten (mit Anhängen), E‑Mails, Kontakte, Anruflisten, iTunes Inhalte, Notizen und Erinnerungen mit dem kundeneigenen Code geschützt. Anders als unsere Mitbewerber kann Apple diesen Code nicht umgehen und somit auch nicht auf diese Daten zugreifen. Deshalb ist es für uns schon technisch nicht möglich, auf Grundlage eines Beschlusses einer Regierungsbehörde, in deren Besitz das Gerät ist, diese Daten von einem Gerät mit iOS 8 zu extrahieren.

Ein wichtiger Punkt um auf iOS 8 zu aktualisieren. Apple gibt auf dieser Seite Auskunft zu Behördenanfragen.

Datenschutzrichtlinie
Apple hat die Datenschutzrichtlinie am 17. September 2014 aktualisiert. Auf dieser Seite kann nachgelesen werden welche Daten Apple sammelt und nutzt.

Die vorgenommenen Änderungen betreffen vor allem neue Funktionen ab iOS 8. Ausserdem wurden zusätzliche Informationen zur aktuellen Nutzung von Daten unserer Benutzer eingebunden, wie zum Geburtsdatum oder zu von Dritten erfassten Benutzerdaten (beispielsweise beim Versenden von Produkten oder Geschenkgutscheinen). Keine dieser Änderungen gilt rückwirkend.

Es wurden Bestimmungen zur Regelung von Spotlight Vorschlägen, Analysen, Familienfreigabe und Apple ID für Benutzer unter 13 Jahren hinzugefügt (das Alter kann je nach Land variieren). Ausserdem wurde eine Beschreibung der von Ortungsdiensten verwendeten Technologien hinzugefügt, darunter GPS, Bluetooth, IP-Adressen, WLAN Hotspots und Mobilfunkmasten.

Die wichtigsten Punkte zu Datenschutz und Privatsphäre

  • Apples Grundprinzip ist Transparenz und wir wollen den Nutzern mit diesem Angebot darstellen, wie wir ihre Privatsphäre respektieren, auch im Vergleich zu anderen Unternehmen. – Unser Geschäftsmodell baut nicht auf der Speicherung von persönlichen Daten unserer Kunden auf, um sie dann beispielsweise an Werbekunden zu verkaufen. Apple scannt auch keine Inhalte der Nutzer, um Marketingprofile basierend auf ihren Nutzungsgewohnheiten zu erstellen.
  • Sicherheit und Datenschutz sind die Basis, wenn wir Hardware, Software und Dienste entwickeln. Dies beinhaltet eine starke Verschlüsselung über das gesamte Ökosystem von Apple hinweg, inkl. iOS-Geräte, Mac, iCloud, iMessage, FaceTime und Maps, sowie führende Sicherheitslösungen wie TouchID und iPhone-Suche. All dies verhindert, dass weder Apple noch irgendjemand sonst Informationen zusammenführen kann, um ein Profil vom Anwender zu erstellen.
  • Wir informieren Nutzer ausführlich, wie sie sich vor Hackerangriffen schützen können, bei denen versucht wird an persönliche Informationen, wie die Apple ID oder Passwörter zu gelangen.
  • Anwender sollen selbst entscheiden können, welche Informationen sie teilen möchten – und sie sollen dies jederzeit ändern können. Deshalb ist zum Beispiel das iPhone so entwickelt worden, dass in der Grundeinstellung keine Standorte des Nutzers erfasst werden, bis er ausdrücklich die Genehmigung dafür erteilt. Ausserdem bietet Apple Eltern eine einfache Kontrollmöglichkeit für die Nutzung der Geräte, so dass sie gewährleisten können, dass auch ihre Kinder die Geräte von Apple sicher nutzen.
  • Apple stellt für iOS 8 eine detaillierte Übersicht zur Verfügung, mit der die Nutzer die hochentwickelte Sicherheitstechnologie der Software, Hardware und Services verstehen und deren nahtloses Zusammenspiel nachvollziehen können.
  • Zusätzlich geben wir Auskunft über die geringe Anzahl der Anfragen von Regierungsstellen, die Apple-Accounts betreffen. In den ersten sechs Monaten 2014 Apple hat weniger als 250 Anfragen, sog. „National Security Orders“, erhalten. Dies ist sehr viel weniger, als es bei anderen High-tech- und Internet-Unternehmen der Fall war.
  • Apple hat niemals staatlichen Organisationen direkten Zugang zu seinen Servern gegeben oder Behörden durch eine “Hintertür” ermöglicht, auf Informationen zuzugreifen. Und Apple wird dies auch in Zukunft nicht tun.

apple-datenschutz-banner

Offenen Brief von Tim Cook über das Engagement von Apple für den Datenschutz
Apple CEO Tim Cook hat einen offenen Brief zum Thema Datenschutz veröffentlicht. Sicherheit und Datenschutz sind die Basis aller Produkte, so Tim Cook.

Apple bedeutet das Vertrauen seiner Kunden sehr viel. Deshalb respektieren wir die Privatsphäre jedes Einzelnen – und schützen sie mit starker Verschlüsselungstechnik und strengen Richtlinien für den Umgang mit allen Daten.

Sicherheit und Datenschutz sind die Basis, wenn wir Hardware, Software und Dienste entwickeln, inklusive iCloud oder neuer Dienste wie Apple Pay. Und wir verbessern sie ständig. Die zweistufige Verifizierung, die wir allen unseren Kunden empfehlen, schützt nicht nur die Apple ID Accountinformationen. Sondern jetzt auch alle Daten, die unsere Kunden in iCloud speichern und synchronisieren.

Wir sagen unseren Kunden vorab genau, was mit ihren persönlichen Informationen passiert. Und wir fragen sie um Erlaubnis, bevor sie diese mit uns teilen. Wer es sich später anders überlegt, kann alles ganz einfach wieder rückgängig machen. Jedes Apple Produkt wird nach diesen Prinzipien entwickelt. Wenn wir nach persönlichen Informationen fragen, dann nur, um das Benutzererlebnis zu verbessern.

Diese Website erklärt, wie wir die persönlichen Daten unserer Kunden handhaben, welche wir abfragen und welche nicht, und warum wir das tun. Wir werden diese Informationen zum Datenschutz bei Apple mindestens einmal im Jahr aktualisieren. Und immer dann, wenn es wichtige Änderungen in unseren Richtlinien gibt.

Vor einigen Jahren begannen die Nutzer von Internetdiensten zu verstehen, dass sie bei kostenlosen Diensten nicht der Kunde sind. Sondern das Produkt. Bei Apple sind wir aber überzeugt, dass ein tolles Benutzererlebnis nicht mit einem Verlust an Privatsphäre bezahlt werden darf.

Unser Geschäftsmodell ist sehr einfach: Wir verkaufen grossartige Produkte. Wir erstellen keine Profile aus den E-Mail-Inhalten oder Surfgewohnheiten unserer Kunden, um sie dann an Werbetreibende zu verkaufen. Und wir „monetarisieren“ die Informationen nicht, die auf dem iPhone oder in iCloud gespeichert werden. Wir lesen auch keine E-Mails oder Nachrichten unserer Kunden, um daraus Marketing-Informationen zu bekommen. Unsere Software und Dienste sind dafür gedacht, unsere Geräte besser zu machen. Schlicht und einfach.

Nur ein sehr kleiner Teil unseres Unternehmens beschäftigt sich mit Anzeigenkunden. Das ist iAd. Weil einige App Entwickler davon abhängig sind, haben wir ein Werbenetzwerk aufgebaut. Damit unterstützen wir sie und auch das kostenlose iTunes Radio. Für iAd gelten dieselben Datenschutz-Richtlinien wie für jedes andere Apple Produkt. iAd erhält keine Daten von Health und HomeKit, Karten, Siri, iMessage, Anruflisten unserer Kunden oder iCloud Diensten wie Kontakte oder Mail. Und jeder kann es jederzeit ganz abstellen.

Abschliessend möchte ich noch absolut klarstellen, dass wir nie mit einer Regierungsbehörde irgendeines Landes zusammengearbeitet haben, um eine Hintertür in eines unserer Produkte oder einen unserer Services einzubauen. Wir haben auch noch nie Zugriff auf unsere Server gewährt. Und wir werden das auch niemals tun.

Wir fühlen uns dem Schutz der Privatsphäre verpflichtet, weil wir einen tiefen Respekt für unsere Kunden haben. Wir wissen, dass wir ihr Vertrauen nicht einfach so geschenkt bekommen. Darum haben wir immer hart gearbeitet und werden das auch weiter tun, um es zu verdienen und zu behalten.

Tim

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