4-check: Ein App-Startup entsteht

4-check: Ein App-Startup entsteht

4-check_checklisten-appJan Wokittel und Jakob Scheidt gründeten zusammen das Startup 4-check. Wie eine App entwickelt wird und was alles dahinter steckt möchten wir euch heute näher bringen.

Dies ist die Geschichte hinter 4-check, eine App für Qualitätskontrollen.

4-check: Qualitätsmanagement der Zukunft

Während sich die klassischen 9-to-5-Kollegen längst im wohlverdienten Feierabend tummeln, fahren Jan und Jakob gegen 20:00 Uhr zum zweiten Mal an diesem Tag die Rechner hoch. Doch dieses Mal sitzen sie nicht, wie die neun Stunden davor, an ihrem Arbeitsplatz im komfortablen Konzernbüro, sondern zu Hause – einer an seinem sehr übersichtlichen Schreibtisch, der andere an seinem Küchentisch, weil der Schreibtisch mal wieder überquillt. Wie so oft in den letzten Monaten liegt ein langer Abend vor den beiden Gründern von 4-check, der alles andere als ein relaxter Feierabend werden wird. Denn Existenzgründung kostet nicht nur Geld, sondern vor allem auch verdammt viel (Frei-)Zeit, gerade wenn sie nebenberuflich stattfindet.

Wie alles begann

Dass Jan Wokittel und Jakob Scheidt heute als frisch gebackene Geschäftsführer gemeinsam wichtige Grundsatzentscheidungen treffen, war nicht immer so. Vielmehr war Jakob früher sogar seinem heutigen Geschäftspartner unterstellt: zunächst als Praktikant, später als Bachelorand beim besagten Konzern. Kennengelernt hatten sich die beiden während ihres Studiums an der Fachhochschule Trier. Daraus entstand eine enge Freundschaft, die sich zwischenzeitlich in die benachbarte Schweiz und auf das Geschäftsleben verlagert hat.

Bei einem ihrer Kundenbesuche präsentierten die beiden ein selbst entwickeltes Excel-Makro für wöchentliche Qualitätskontrollen nach einem Zufallsgenerator-Prinzip. Der Kunde war so begeistert, dass er mit den Worten „Mensch, das hier noch etwas professioneller aufgezogen, und ihr könntet das glatt verkaufen“ den Grundstein für die Gründung des Start-up-Unternehmens 4-check legte. In den kommenden Monaten suchten Jakob und Jan eifrig nach einer Lösung, wie man den lästigen Papierchecklisten endlich goodbye sagen kann. Eine App musste her! Was also tun? Die beiden Ingenieure stürzten sich in Programmierkurse, wälzten Bücher, probierten aus – und stellten fest, dass sie das Programmieren wohl doch lieber einem Profi überlassen sollten. So kam über Umwege das Start-up SevenIT ins Spiel, das die gesamte App-Entwicklung übernommen hat.

Was die Qualitätsmanagement-App kann

Über die 4-check App erstellt der registrierte Kunde seine eigenen Qualitätsprüfungen und gestaltet diese nach seinen individuellen Bedürfnissen und Anforderungen. Dabei muss er das Rad nicht völlig neu erfinden, sondern kann seine Prüfkriterien auf Wunsch auch aus einem bestehenden Testkatalog auswählen. Dieser wiederum lehnt sich an branchenrelevante Normen und Richtlinien an, wie es sich für professionelles Qualitätsmanagement (QM) gehört. Sind schließlich alle Parameter individuell definiert, werden die Qualitäts-Checks cloudbasiert über Smartphone, Tablet oder Computer durchgeführt. Die anschließende Auswertung liefert nicht nur aussagekräftige Ergebnisse, sondern auch konkrete Optimierungspotenziale. Sie kann einfach nur heruntergeladen, aber auch grafisch aufbereitet und in Präsentationen, Berichte oder andere Medien exportiert werden. Je nach Anforderungen des Kunden kann dieser zwischen vier verschiedenen Preis-Leistungs-Paketen von „Free“ bis „Deluxe“ auswählen. Einfachheit und Transparenz stehen hierbei stets im Fokus der beiden Gründer. Das Motto lautet: etwas einfach anders machen und damit andere begeistern.

Was 4-check ausmacht

Die Rollenverteilung im Team ist für Jan und Jakob völlig klar: Jan sieht sich selbst eher als der strukturierte Aufhübscher für „alles, was man nach außen hin sieht“, mit dem in seinen kreativen Hochphasen auch gerne mal die Pferde durchgehen. Jakob hingegen vermittelt eher den Eindruck eines technischen Zahlenjongleurs mit leicht chaotischer Note, der mit seiner sachlich-nüchternen Art bei Bedarf die nötige Ruhe reinbringt. Die eine oder andere Zukunftssorge bezüglich der Resonanz am Markt haben beide gemeinsam; dennoch glauben sie fest an den Erfolg ihrer App, die sich aktuell noch in der Betaphase befindet und im August 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Markt gehen soll. Die nötigen Vertriebskontakte liefert Investor und Mentor Wokittel Senior. Als erster Abnehmer hat sich sogar der aktuelle Arbeitgeber der beiden Nachwuchskräfte angeboten.

Ihre Zukunftspläne sind ambitioniert: So träumen beide davon, baldmöglichst so viel Gewinn zu erwirtschaften, dass sie davon die nächste Idee in Angriff nehmen können, denn davor sprühen die beiden förmlich. Aber genau das liefert ihnen wohl auch die nötige Energie, um einen anspruchsvollen Vollzeitjob mit der Verantwortung als Start-up-Unternehmer und ihrem Privatleben unter einen Hut zu bekommen.

Falls die beiden Ingenieur-Köpfe dann doch mal zu voll sind, zieht es sie raus in die Natur, um Kraft zu tanken für das, was da noch auf sie zukommt. Im ersten Schritt geht es hier ganz klar darum, 4-check bei potenziellen Kunden bekannt zu machen. Emsig nutzen Jan und Jakob daher Kanäle wie Blogs, soziale Netzwerke oder Google Adwords, um sich frühzeitig zu positionieren. Apropos Google: Der amerikanische Web-Gigant ist nicht nur Vorbild für Jan, sondern auch sein absoluter Traum-Kunde für die 4-check Qualitätskontrolle. Jakob hingegen favorisiert eher Siemens, hätte aber sicher gegen Google auch nichts einzuwenden. Ob sich dieser Traum erfüllt, bleibt abzuwarten. Voraussetzung dafür ist in jedem Fall eine gelungene Markteinführung, bis zu der noch viel Arbeit auf die beiden Teilzeit-Gründer wartet.

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