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Was beim iPad Pro nicht Pro ist

Beim neuen iPad Pro ist vieles neu. Dank dem fast randlosen Design und Face ID erscheint das iPad Pro komplett neu. Dies ist es auch im Innern; der A12X rechnet ganz schön schnell, das macht das iPad Pro zum Pro-iPad. Hier unser Review zum iPad Pro.

Was aber dem iPad Pro fehlt, ist im längeren Test aufgefallen.

USB-C

Das mitgelieferte USB-C auf USB-C -Kabel kann in meinem Fall nur zum Aufladen mit dem mitgelieferten Netzteil genutzt werden. Weil auf beiden Seiten USB-C vorhanden ist, kann ich es an meinem iMac nicht anschliessen. Auch nicht am iPhone, denn das iPad Pro könnte dem iPhone Strom liefern. Dafür benötigt man ein USB-C auf Lightning-Kabel. Jenes ist für Fr. 19.- separat erhältlich.

Zudem ist das mitgelieferte USB-C Kabel, ein langsames Kabel. Es unterstützt die USB 2.0 Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 480 MB/s. Das separat erhältliche Thunderbold 3 USB-C-Kabel unterstützt die Datenübertragung mit einer Geschwindingkeit von bis zu 40 GB/s. Dieses Kabel ist auch nötig, wenn das iPad Pro mit einem hochauflösenden Display verbunden werden will.

USB-C Einschränkungen

Vieles ist mit dem USB-C Anschluss (nicht) möglich.

Was angeschlossen werden kann und möglich ist:

  • externe Displays
  • externe Geräte mit Strom versorgen
  • Digitalkamera anschliessen
  • Hubs und Docks
  • Tastaturen
  • Audio-Schnittstellen und MIDI-Geräte
  • Externe Speichermedien zum Importieren von Bildern und Videos
  • USB-auf-Ethernet-Adapter
  • andere Geräte per USB-C auf USB-A Kabel anschliessen

Was nun mit dem neuen iPad Pro möglich ist; deine moderne Kamera und Audiogeräte anzuschliessen. Direkt mit bestehenden Kabeln. Dies war zuvor beim alten iPad Pro mit Lightning Anschluss schwieriger.

Jedoch hakelt es bei so manchen Geräten. Beim Import von Bildern über USB-C Hubs oder direkter Verbindung zur Kamera kommt es manchmal zu Abbrüchen oder das Gerät wird nicht erkannt.

Und was noch störender ist: USB-C beim iPad Pro ist nicht offen für alle Geräte. Externe Speichermedien werden unter Umständen nicht erkannt. Mit viel Glück zeigt das iPad Pro jedoch Bilder und Videos an und können importiert werden. Jedoch keine Dateien – leider.

Netzteil

Mit dem iPad Pro wird ein 18W Netzteil mitgeliefert. Über zwei Stunden hängt das iPad Pro am Kabel, während es genutzt wird, bis der Akku voll geladen ist. Das ist sehr langsam und nicht zeitgemäss.

Es ist mehr möglich.
Schneller lädst du dein iPad Pro mit einem 30W-, 61W- oder 87W-Netzteil, alle im Apple Store erhältlich. Hast du ein MacBook mit USB-C Netzteil oder ein anderes USB-C-Netzteil mit mehr als nur 18W Leistung kannst du dieses nutzen um das iPad Pro zu laden – Fast Charging!

Ersetzt den Laptop nicht

Wie oben beschrieben ist der USB-C Anschluss beschränkt. Dateien können so nicht importiert werden, Fotos und Videos sind meist möglich.

Multitasking ist nicht so einfach möglich wie auf einem Computer. Apps auf dem iPad Pro sind in sich geschlossen. Zugriff auf das Dateisystem und das Speichern von Dateien muss über die Cloud geschehen. Je nach Anwendung – je nach App ist das Öffnen, Kopieren, Verschieben und Speichern von Daten teilweise umständlich.

Als Programmierer gibt es eine signifikante Einschränkung: Xcode gibt es auf dem iPad nicht.

Das iPro Pro mit dem Smart Keyboard Folio kommt sehr an einen Laptopersatz heran. Jedoch fehlt bei fleissiger Arbeit eine Maus oder Trackpad. So muss zum Bedienen die Hand angehoben und zum Display bewegt werden um darauf zu tippen. Teilweise kann mit Kurzbefehlen das iPad bedient werden, aber auch diese stossen an ihre Grenzen.

In einer App oder auf dem Home-Bildschirm die „Command“ (⌘) Taste ein paar Sekunden gedrückt halten und schon werden dir nützliche Kurzbefehle angezeigt. Dies ist natürlich ein grosser Vorteil und vereinfacht das Arbeiten.

Preis

Das iPad Pro kostet in der “kleinen” 11″ Basisausführung Fr. 898.-. Hier kommt das Gerät mit 64GB Speicher. Weitere Möglichkeiten sind 265GB, 512GB oder 1TB Speicher.

Das grosse iPad Pro 12,9″ ist Fr. 240.- teurer als das oben erwähnte 11″ iPad Pro.

Interessierst du dich für ein iPad Pro mit Cellular, kommen nochmals Fr. 180.- zum Basispreis oben drauf.

Die Frage des Speichers stellt sich nur, wenn du viele Apps und zusätzliche Daten offline speichern möchtest. Ansonsten kannst du mit iCloud Drive arbeiten und die Daten jeweils aus der Cloud ziehen. Eine solche Lösung setzt dann eine WLAN-Verbindung, ein Cellular iPad Pro mit SIM-Karte oder die Möglichkeit eines Hotspots via iPhone voraus.

Natürlich darf das Zubehör nicht fehlen; Smart Keyboard Folio kostet dann noch Fr. 199.-, bzw Fr. 219.- (12,9″). Einen Apple Pencil der 2. Generation gibt es für Fr. 149.-, jener der 1. Generation funktioniert ja bekannter­wei­se auf dem neuen iPad Pro nicht.

Macht einen Gesamtpreis für iPad Pro mit Smart Keyboard Folio ohne Cellular von:

  • iPad Pro 11″ in der kleinen 64GB Ausführung Fr. 1’097.35
  • iPad Pro 12,9″ und ebenfalls 64GB Speicher Fr. 1’357.35

Doch ein MacBook?

Der Preis lässt, je nach Anwendungsfall, die Überlegung zu, ob sich ein MacBook lohnen würde. Hier ein Beispiel:

  • 12″ MacBook mit 256GB Speicher ab Fr. 1’474.95 – Das 12,9″ iPad Pro ist bloss Fr. 117.60 günstiger
  • 13″ MacBook Air mit 128 GB Speicher ab Fr. 1’399.- – 12,9″ iPad Pro ist bloss Fr. 41.65 günstiger
  • 13″ MacBook Pro mit 128GB Speicher ab Fr. 1’474.95 – der Preisunterschied zum 12,9″ iPad Pro beträgt Fr. 117.60

Natürlich ist ein iPad kein MacBook und ein MacBook kein Tablet. Aber der Vergleich lohnt sich!

Deine Meinung!

Hast du dir ein iPad Pro gekauft? Was sind deine Gründe dafür oder dagegen?

Kurzes Fazit: obwohl das iPad Pro ein Tablet und kein MacBook ist, darf der USB-C Anschluss von Apple weiter geöffnet werden. Auch ein Datentransfer soll möglich sein. Zum Arbeiten für unterwegs eignet sich das iPad Pro hervorragend. Die Tastatur ist neu so stabil, dass sie problemlos zum Schreiben auf den Beinen abgelegt werden kann.

Teilweise ist man beim Arbeiten eingeschränkt. Das Bearbeiten von Fotos macht wenig Freude, wenn mit dem Finger auf dem Display getippt werden muss und dabei das Bild verdeckt wird. Der Pencil ist da nur eine kleine Lösung.

Auch die Frage mit dem Netzteil lässt Apple einfach so im Raum stehen. Das Mitgelieferte Netzteil ist eine Frechheit und lädt einfach zu langsam.

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