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🤫 Deine Siri-Gespräche werden ausgewertet – Apple stoppt das vorgehen vorerst

Wie The Guardian Ende Juli berichtete, lauscht Siri deinen Worten – ohne dass die Nutzer von Siri dies wussten. Apple hatte die Sprachaufnahmen an eine externe Firma weitergeleitet, die untersuchen sollte, ob Siri bewusst oder fälschlicherweise aktiviert wurde. Dabei wurden auch allerlei Gesprächsfetzen mit an die Firma ĂĽbermittelt, die nicht fĂĽr die Ă–ffentlichkeit bestimmt sind.

The Guardian:

Apple Vertragspartner hören regelmässig vertrauliche medizinische Informationen, Drogengeschäfte und Aufzeichnungen von Paaren, die Sex haben.

Obwohl Apple in seiner verbraucherorientierten Datenschutzdokumentation nicht ausdrücklich offen legt, wird ein kleiner Teil der Siri-Aufnahmen an Auftragnehmer weitergegeben, die für das Unternehmen auf der ganzen Welt arbeiten. Sie haben die Aufgabe, die Antworten auf eine Vielzahl von Faktoren zu bewerten, einschliesslich der Frage, ob die Aktivierung des Sprachassistenten absichtlich oder zufällig erfolgte, ob die Abfrage etwas war, bei dem Siri helfen konnte und ob die Antwort von Siri angemessen war.

Apple hat bis jetzt immer davon gesprochen, das alle Siri Aktivitäten verschlüsselt übermittelt werden und das die meisten Auswertungen direkt auf dem Gerät geschehen.

Apple stoppt das Vorgehen und will Schalter nachliefern

Bis anhin fehlt die Möglichkeit diese Auswertung zu stoppen. Auch wird auf dem iPhone unter Einstellungen -> Siri & Suchen nicht erwähnt, dass Aufnahmen an eine externe Firma weitergegeben werden.

Wie Apple gegenĂĽber TechCrunch meldet, soll ein Software-Update einen Schalter bringen, der das Nutzen von Sprachaufnahmen zu testzwecken erlauben bzw. unterbinden soll.

TechCrunch:

Als Reaktion auf die Bedenken, die durch eine Guardian-Story letzte Woche darüber geäussert wurden, wie Aufzeichnungen von Siri-Abfragen zur Qualitätskontrolle verwendet werden, setzt Apple das Programm weltweit aus. Apple sagt, dass der Prozess, der verwendet wird um festzustellen, ob Siri korrekt hört oder versehentlich aufgerufen wird, überarbeitet werde.

Darüber hinaus wird ein Software-Update herausgeben, bei dem Siri-Anwender wählen können, ob sie am Bewertungsprozess teilnehmen oder nicht.

Schade hat Apple dies nicht schon früher so gehandhabt und transparent über die Nutzung der Aufnahmen berichtet. Apple bewirbt die Privatsphäre und den Datenschutz immer wieder mit Werbespots (hier und hier), dieses versprechen muss Apple weiter gegenüber den Kunden halten.

iPhoneBlog

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