iRobot: der Roomba i7+ kartografiert und saugt deine Wohnung, gesteuert per App

Roomba und Clean Base

Schon mehrere Jahre nutze ich einen Staubsaugerroboter, welcher die Wohnung nicht nur flächendeckend, sondern auch unter dem Sofa und in den Ecken reinigt. Jedoch war dieser nicht smart. Es gab keine App und auch keine benutzerfreundliche Programmierung.

Das hat sich mit zwei Modellen von iRobot massiv geändert. Meine Erfahrungen mit dem Roomba und dem Braava jet mochte ich hier gerne teilen.

Roomba i7+

Ein riesiges Paket hat mich erreicht; darin befindet sich nicht nur der Sauger, sondern auch noch eine Absaugstation, die Clean Base. Ich war sehr gespannt und hatte grosse Erwartungen. Vorneweg: ich wurde nicht enttäuscht.

Highlights
Die grossartigsten Punkte möchte ich am Anfang erwähnen:

  • einfache Einrichtung
  • App und Smart Maps
  • Absaugstation
  • Qualität

Der Aufbau
Es gibt einiges auszupacken. Sauber verpackt kommen Saugroboter, Absaugstation und Zubehör in einer grossen Schachtel. Viel gibt es nicht zusammenzusetzen. Die Absaugstation muss mit Strom versorgt werden und benötigt einen Platz mit etwas Umschwung. Der Roomba kommt auf die Station. Die App führt anschliessend durch die Einrichtung.

App
So muss eine App sein. Sehr selbsterklärend führt die iRobot-App (App Store-Link) durch die Einrichtung. Was es dazu nebst dem Sauger und der Absaugstation noch braucht, ist das WLAN-Passwort.

Imprint  / Smart Maps
Der Roomba i7+ besitzt oben einen optischen Sensor, mit dem er pro Sekunde mehr als 230’400 Datenpunkte erfassen kann. Diese Daten nutzt der Roomba um die Wohnung zu kartografieren und sich beim Saugen zurechtzufinden.

In der App wird nach 2-5 Reinigungen der Grundriss deiner Wohnung angezeigt. Je nach Grösse der Wohnung dauert dieser Prozess unterschiedlich lange. Roomba erkennt während dem Saugen Hindernisse und sammelt so Erkenntnisse zum Grundriss. Bei den ersten Reinigungen sollten lose Gegenstände weggeräumt werden. Ich habe die Stühle auf den Tisch gestellt und Teppiche zur Seite gerollt.

Anfangs fährt der Roomba ohne logische Orientierung in der Wohnung umher. Ist der Grundriss der Wohnung in der App unter „Smart Maps“ ersichtlich, können die Räume eingeteilt und benannt werden. Das hilft, um den Sauger anschliessend Zielgenau mit Reinigungsaufgaben loszuschicken. Auch wenn Küche und Wohnzimmer ein Raum sind, können diese Bereiche eingeteilt und separat angesteuert werden. Mit Smart Maps fährt der Sauger mit System die Bereiche ab.

Roomba fährt zick-zack

In der iRobot-App kann der Roomba mehrere Ebenen einer Wohnung erkennen, kartografieren und damit umgehen. Nebst den Raumtrennern können Schutzbereiche in den Grundriss eingetragen werden. Dies helfen dem iRobot unpassierbare Stellen zu vermeiden. Ich habe hier Blumenstöcke mit Schutzbereichen markiert. So stösst der Sauger diese nicht um und fährt sich an diesen auch nicht fest.

Auch ohne diese Schutzbereiche hat sich der Roomba (fast) nie festgefahren. Der Blumentopf passt dem iRobot nicht, dort blieb er manchmal hängen.
Dazu sei zu sagen, dass ich hier in der Wohnung keine Absätze habe und nur ein Teppich mit einer Antirutschmatte ausgelegt ist. Dieser Teppich bereitet dem iRobot keine Probleme. Zwei Teppiche im Badezimmer sind kein Hindernis für den Roomba – er schiebt diese vor sich in die Ecke. Der Roomba ist so kräftig, dass auf den Fuss des Wäscheständers fahren und sich aber wieder befreien kann. Nicht so der günstige Saugroboter, dieser blieb stets hängen.

Unterseite des Roomba i7

Qualität
Der Unterschied zwischen dem Roomba und dem günstigen Saugroboter ist bemerkbar. Roomba besitzt unten 7 Sensoren, der günstige nur 4. Roomba i7 findet jedes Mal zurück zur Station, denn er weiss genau wo er ist. Der günstige Sauger sucht durch Umherfahren mithilfe der Sensoren die Ladestation, findet diese teilweise aber nicht.

Zudem kann der Roomba sich besser über Hindernisse bewegen. Eine ca. 11 mm hohe Schwelle der Balkontür konnte der Roomba überwinden und auf dem Balkon weiter saugen. Jedoch habe ich nun die Schiebetüre mit einem Schutzbereich in Smart Maps abgesichert.

Die Räder und auch die Seitenbürste sind deutlich besser konstruiert. Haare wickelten sich beim günstigen Sauger immer wider um die Seitenbürste und auch die Räder. Der Saugroboter blieb stehen und meldete eine unklare Fehlermeldung auf dem winzigen Display.
Roomba hat sich noch nie über aufgewickelte Haare beschwert, denn fast keine winden sich um die Räder oder die Bürste. Wenn es einen Fehler gibt, dann meldet dieser es per Push über die App.

 

Automatisch reinigen und den Auffangbehälter entleeren
Der Auffangbehälter in Roomba ist so konstruiert, dass der Sauger ihn an der Ladestation, die sogenannte Clean Base, automatisch Entleeren kann. Nach jedem Saugvorgang wird der Auffangbehälter, in Staubsauger-Lautstärke, in der Clean Base in einen speziellen Staubbehälter entleert.
Ich habe mit der Apple Watch eine Lautstärkenmessung durchgeführt. Ein Saugvorgang mit Roomba erzeugt ungefähr 70 Dezibel Lärm, das Absaugen an der Clean Base kurzzeitig bis zu 85 dB.

Die Lade- und Absaugstation ist super praktisch, denn so kann der Roomba jedes Mal frisch an die Arbeit geschickt werden, ohne dass ich mich um das Entleeren des Auffangbehälters kümmern muss.
Nach dem zweimonatigen Roomba-Test musste ich den Staubbeutel noch nie wechseln. Aus hygienischen Gründen habe ich nun entleert.
Der Auffangbehälter im Roomba kann entnommen und mit Wasser ausgespült werden. Die Bürsten des Roomba sollten ab und zu gereinigt werden

Mitgeliefertes Zubehör

Roomba i7+

Dieser Sauger gibt es ab Fr. 899.-, zum Beispiel hier bei Nettoshop. Zugegeben, der Preis ist hoch, aber die Funktionen sind es auch. Dank der Absaugstation und Smart Maps mit genauer Programmierung per App kann der Roomba i7+ ganz automatisch einzelne Zimmer oder die ganze Wohnung saugen.

Mitgeliefert werden zwei Staubbeutel für die Clean Base, ein Ersatzfilter und eine zusätzliche Seitenbürste für den Roomba. Mit in der Verpackung ist eine Virtual Wall (Barriere) um Räume oder Bereiche abzugrenzen.

Das mitgelieferte Zubehör kann auch nachbestellt werden. Eine zusätzliche Virtual Wall gibt es für Fr. 59.-, drei Staubbeutel für die Clean Base für Fr. 19.- und drei Filter für Fr. 29.-.

bequeemlichkeit und gründlichkeit

So ist Staubsaugen bequem
Der Roomba i7+ kann als automatischer Saugroboter gesehen werden. In der App kann ich einen umfassenden Zeitplan festlegen und programmieren, wann und wo der Sauger reinigen soll. Nach dem Reinigungsvorgang entleert er den Auffangbehälter und meldet den Abschluss der Arbeit per Push.

Doch ich habe einen Verbesserungswunsch: HomeKit. Meinen Versuch den Roomba per HomeKit zu steuern werden ich noch niederschreiben.

Informationen sowie Zubehör zum Roomba i7+ gibt es auf irobot.ch.

‎iRobot HOME
‎iRobot HOME
Developer: iRobot Corporation
Price: Free

und der günstige Sauger?
Günstige Saugroboter gibt es für rund Fr. 120.-. Dies können meist nach 4-5 Modi Saugen und danach zurück zur Station fahren oder sich verfahren. Bei den günstigen Robotern von ALDI, LIDL oder anderen Anbietern ist meist eine Fernbedienung dabei, darüber kann der Sauger gestartet und gestoppt werden. Programmiert wird dieser, falls möglich, an der Ladestation. Der Saugbehälter muss von Hand entleert werden.
Mein „Günstig-Sauger“ hat sich schon an Kabeln festgefahren und beim Wäscheständer aufgebockt. Zudem hat er die Eigenschaft gar nicht mehr zu saugen, wenn die Seitenbürste verklemmt ist und nicht mehr dreht. Roomba hat nach zwei Monaten Test (noch) keine derartigen Probleme bereitet.

Roomba auf Absaugstation, daneben die Station des Braava jet
iRobot hat mir den Roomba i7+ und den Braava jet m6 zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Nach diesem Review folgt der Test des Braava jet.
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